Musik die bewegt
molto vocalis – der Mössinger Chor
Aktuelles
Sommerprojekt „My way“ in Melchingen
Nach der Aufführung von Beethovens C-Dur-Messe am 25. Januar 2026 in der Mössinger Peter-und-Paulskirche macht sich der Konzertchor molto vocalis gleich an das nächste Projekt: Seit inzwischen 25 Jahren finden dort im Sommer in den historischen Gemäuern der Burgruine Hohenmelchingen Open Air Konzerte statt. Unter dem Titel „My way“ werden Titel erklingen, die in diesen 25 Jahren auf dem Programmen standen und die Entwicklung des Chores aufzeigen sollen., u.a. „My way“, „Bohemian Rhapsody“, „Stand by me“, Songs von Adele und Meat Loaf und natürlich das unvergessliche „This magic moment“, was den Chor in diesem unvergleichbaren Ambiente im schönsten Konzertsaal auf der Alb immer begleitet hat.
Für dieses Event suchen wir wieder Mitsänger in den Stimmgruppen Tenor und Bass.
Bei Interesse melden Sie sich einfach bei Chorleiter Ronald Hirrle 07473/271142 oder 1. Vorstand Laura Güldikenoglu 0176 63830811 oder per Mail über moltovocalis@gmx.de.
Beeindruckende Beethoven-Klangfülle
DER KONZERTCHOR MOLTO VOCALIS BEGEISTERTE MIT SEINEM HOMOGENEN KLANG. (Artikel aus dem Reutlinger Generalanzeiger vom 27.1.2026 mit freundlicher Genehmigung des Verlags)
VON VERENA VÖLKER
Foto: Völkner
MÖSSINGEN. Mit einem Programm, das gleichermaßen Andacht wie Konzertdramaturgie atmete, eröffnete der Konzertchor Molto Vocalis am Sonntagabend in der Mössinger Peter-und-Pauls-Kirche seinen Beethoven-Abend. Unterstützt von Orchestermusikerinnen und -musikern aus Stuttgart, Reutlingen und Mössingen entfaltete sich ein dichtes, dabei stets klares Klangbild.
Im Zentrum der ersten Konzerthälfte stand Beethovens Messe in C-Dur op. 86. Dass diese Messe als Auftragswerk für den Fürsten Nikolaus Esterházy entstand – in einem Umfeld, das zuvor jahrelang von Haydns späten Messen geprägt war –, hört man ihr bis heute an: Beethoven knüpft an die klassische Form an, füllt sie aber mit einer persönlicheren, geradezu bekenntnishaften Tonsprache. Der Dirigent Ronald Hirrle hielt die Balance zwischen feierlicher Ruhe und lebendigem Impuls mit spürbarer Agilität.
Solisten im Chor
Klanglich überzeugte vor allem die Art, wie Chor und Solisten miteinander verschmolzen. Die Solisten Laura Güldikenoglu (Sopran) und Ingrid Seidel (Alt), beide Sängerinnen des Chores, standen nicht neben dem Dirigenten, sondern im Chor und waren so als Teil des Gesamtklangs integriert. Diese Entscheidung zahlte sich aus: Ihre Linien verbanden sich geschmeidig mit dem Chorsatz, statt sich darüberzulegen. Juan Pablo Marin (Tenor) und der kurzfristig für den erkrankten Malte Kebschull eingesprungene Stuttgarter Bariton Ulrich Wand ergänzten das Solistenquartett mit Präsenz, ohne das Gleichgewicht zu verschieben. So entstand ein Gesamtklang, in dem keine Stimme vordrängte, sondern ein gemeinsamer Ausdruck.
Federnder Vorwärtsdrang
Im Kyrie wirkte der Chor wie ein ruhiges Gewölbe, getragen, warm und mit jener Spannung, die nicht aus Lautstärke entsteht, sondern aus sorgfältig geführten Linien. Das Gloria dagegen öffnete den Raum nach außen. Es wurde heller, bewegter, mit federndem Vorwärtsdrang bis hin zur lebhaften Fuge, in der Molto Vocalis Präzision und Ausdruckskraft überzeugend zusammenbrachte. Das Orchester blieb dabei nicht bloße Begleitung, sondern zeichnete Konturen, setzte Glanzpunkte, ohne dabei Klang zu verschmieren.
Als Zweites folgte Beethovens an-spruchsvolle Fantasie in c-Moll op. 80. Zunächst gehörte dem Pianisten die Bühne, bevor Orchester und Chor zum Schluss dazukamen. Pianist Friedemann Treutlein, in der Region seit Langem bekannt, gestaltete den Beginn mit klarer Artikulation und einer Agogik, die Freiheit zuließ, ohne den Faden zu verlieren, sodass es fantasievoll, aber nie formlos wirkte. Entscheidend war sein Gespür für das Umschalten vom solistischen Erzählen zum partnerschaftlichen Musizieren.
Mit dem Orchester verband sich das Klavier zu einer Einheit, in der nicht mehr zu fragen war, wer wen »begleitet«. Für die Fantasie traten Martina Eyassu (Sopran) und Helmut Huerkamp (Tenor) zur Solistengruppe hinzu. Gemeinsam mit Chor und Orchester wurde aus der Fantasie das, was sie im besten Fall ist, ein organisch wachsendes Klanggebäude.
Nicht zufällig hört man in op. 80 immer wieder Wendungen, die an die spätere 9. Sinfonie erinnern, daher der Beiname »Kleine Neunte«. Wenn der Chor am Ende einsetzt und von der ordnenden Kraft der Kunst singt, liegt der Gedanke an Beethovens »Ode an die Freude« nahe. Das Publikum dankte mit langem Applaus. Es war ein gelungener Vorgeschmack auf das Beethoven-Jahr 2027, in dem an den 200. Todestag des Komponisten erinnert wird. (GEA)
Molto vocalis singt Messe C-Dur und Chorfantasie
Beethoven in Peter-und-Paul
Zwei Kompositionen Ludwig van Beethovens aus den Jahren 1807 und 1808 stehen auf dem Programm des Konzertchores molto vocalis am 25. Januar 2026 um 18.00 Uhr in der Peter-und-Paulskirche: Die Messe C-Dur op. 86 und die Fantasie für Klavier, Chor und Orchester in c-Moll op. 80.
Beide Werke erklangen am 22.12.1808 in einer „Musikalischen Akademie“, so der damalige Name für ein Konzert, im „Theater an der Wien“ im Rahmen eines denkwürdigen vorweihnachtlichen Riesenkonzertes. Beethoven distanzierte sich mit seiner Messe von den traditionellen Messvertonungen und behandelte den Text nach eigener Angabe so, „wie er noch wenig behandelt worden“.
Die Chorfantasie gilt allgemein als die „kleine Neunte“ und in ihr erklingt bereits die Melodie der späteren „Ode an die Freude“.
Solisten: Sopran: Laura Güldikenoğlu; Alt: Ingrid Seidel; Tenor: Juan Pablo Marin; Bass: Malte Kebschull, am Flügel: Friedemann Treutlein. Orchestermusiker*innen aus Stuttgart, Reutlingen und Mössingen, Konzertchor molto vocalis, Leitung: Ronald Hirrle.
Vorverkauf ab Dezember: SpezCom Mössingen; Abendkasse (Restkarten)
Für eine Onlinebestellung schreiben Sie einfach eine Mail an moltovocalis@gmx.de
Erwachsene 33 € (Inhaber VR-Card 32€)
Schüler+Studierende 25 €.
Konzerte von molto vocalis Open Air und Indoor
Vielfache Dramatik in Melchingen
Dramatik gab es beim 22. Melchingen-Event des Konzertchores molto vocalis gleich in mehrfacher Hinsicht. Zuerst äußerlich angesichts der schwierigen Wetterlage. Zwei Stunden vor Konzertbeginn goss es am Samstag in der Burgruine Hohenmelchingen noch in Strömen. Abgedeckte Musikinstrumente und nasse Stühle verhießen nichts Gutes. Doch kurz darauf riss der Himmel auf. Die Chormitglieder machten den „schönsten Konzertsaal der Alb“ im Handumdrehen wieder bespielbar und das Wetter hielt, bis nachts wieder die Fledermäuse im Fackelschein über den Burgmauern kreisten.
Am Sonntag dann genau das Gegenteil: Drei Stunden vor Konzertbeginn schien noch alles bestens, allerdings verhieß nun die Wettervorhersage nichts Gutes. Im letztmöglichen Moment dann die Entscheidung: Wir verlegen das Konzert in die Melchinger Gemeindehalle. Fliegender Wechsel, Abbau und Aufbau von Bühne, Technik, Bestuhlung und Catering innerhalb von zwei Stunden – rekordverdächtig. Um 20 Uhr zeigte sich dann, dass es die richtige Entscheidung war: Draußen Gewitter, drin energiegeladene Musik zu „Love and Peace“, dem diesjährigen Motto der Konzerte.
Mit diesen beiden Wörtern war klar, dass es auch viel musikalische Dramatik geben würde. So nahm der Chor unter der bewährten Leitung von Ronald Hirrle das Publikum mit zu Freude wie Trauer. Der Klassiker „This magic moment“ und Ed Sheereans “Perfect” drückten Jubel und Glück aus, Adeles „Someone like you“, Enyas „Only time“ oder Paul McCartneys „Let it be” dagegen Unsicherheit, Trennungsschmerz und Verlust.
Die Beatles waren gleich mit noch sechs weiteren Songs vertreten: „Help!“, „Lady Madonna“, „Yesterday“, „Here comes the sun“, „Hey Jude“ und dem titelgebenden „All you need is love“. Moderator Uwe Braun-Dietz wies auf die Genialität der „Fab Four“ hin, die vielen Facetten der Liebe musikalisch zum Leuchten zu bringen.
Dramatik und geballte Energie spürte man auch bei allen Solostücken. Wenn Ingrid Seidel leidenschaftlich von der „Power of Love“ sang – im Original von Jennifer Rush – und Rainer Ulbrich Meat Loafs „I’d do anything for Love“ gemeinsam mit Martina Eyassu regelrecht inszenierte, ließ das niemanden kalt. Begeisterter Applaus, genauso wie auch beim Quartett von Martina Eyassu, Laura Güldikenoğlu, Katja Jatzek und Ingrid Seidel. Mit „The man I love“ und „Besame mucho“ brachten sie zwei Klassiker zum Klingen. Besonders berührend weiterhin: Das Duett von Laura Güldikenoğlu und Ingrid Seidel vom „Wind beneath my wings“, einer Dankeshymne an alle die, die andere „zum Fliegen“ bringen.
Nachdenklich wurden die Töne schließlich im letzten Drittel des Konzertes, als es um Frieden und das Miteinander ging. „Leningrad“, solistisch erneut von Rainer Ulbrich und „We are the World“ appellierten an Mitmenschlichkeit. Ein John-Lennon-Medley lud mit „Imagine“ zum Träumen und mit „Give peace a chance“ zum Friedenstiften ein. Ein weiterer emotionaler Höhepunkt: „We shall overcome“, die Hymne der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung voller Kraft und Hoffnung.
Musikalisch begleitete eine Live-Band mit Edgar Müller (E-Piano), Bernd Huber (E-Gitarre), Daniel Pommranz (Bass) und Joachim Gröschel (Schlagzeug) Chor und Publikum durch alle musikalische Dramatik – bis sich zuletzt alle vereint bei „Wir fliegen durch die Nacht“ in den Himmel träumten, einmal Indoor und einmal Outdoor.
Open-Air-Konzert von molto vocalis
Love and Peace in Melchingen

Zwei große Worte voller Sehnsucht und Hoffnung stehen im Mittelpunkt des diesjährigen Sommer-Open-Airs von molto vocalis in der Burgruine Hohenmelchingen: Liebe und Friede. Sie sind zwei Titeln entnommen, für die Ex-Beatle John Lennon verantwortlich ist. „All you need is love“ und „Give peace a chance“ singt der Konzertchor aus Mössingen am 19. und 20 Juli unter der Leitung von Ronald Hirrle.
Insgesamt sieben Titel der „fab four“ aus Liverpool werden zu hören sein, aber auch starke Lieder von starken Frauen wie Adele, Jennifer Rush oder Enya. Ebenfalls musikalisch dabei sind Meat Loaf, Ed Sheeran und Billy Joel und noch viele mehr. Alle Stücke beschreiben das Leben wie es ist und singen von dem, wie wir es uns ersehnen: Gefüllt mit Liebe und mit Frieden. Gerade momentan scheint dies in unserer Welt verloren zu gehen im Großen wie im Kleinen. Das Konzert will deshalb daran erinnern, worauf es wirklich ankommt, und was zählt im Leben.
Begleitet wird der Chor wie in jedem Jahr von einer Live-Band mit Edgar Müller (Piano), Bernd Huber (E-Gitarre), Daniel Pommranz (Bass) und Joachim Gröschel (Schlagzeug). Moderation: Uwe Braun-Dietz.
Am Samstag ist der Beginn um 20.30 Uhr, am Sonntag dann um 19.30 Uhr. Und wenn im Laufe des Konzerts dann die Dämmerung zur Nacht wird, leuchtet die Burgruine in goldenem Licht und zaubert zusammen mit der Musik unvergessliche, magische Momente.
Eintritt: 18 €, Schüler+Studierende, 8 €.



